Beliris ist eine föderale Behörde, die durch das Kooperationsabkommen vom 15. September 1993 zwischen dem Föderalstaat und der Region Brüssel-Hauptstadt gegründet wurde und die Ausstrahlung Brüssels als Hauptstadt fördern soll. Die Projekte, an denen Beliris beteiligt ist, erfolgen in Partnerschaft mit der Region, den Brüsseler Verkehrbetrieben (STIB/MIVB), den Gemeinden und vielen mehr.

Die mehr als 100 Mitarbeiter zählende Behörde unterstützt die Stadt mit umfassendem Know-how. So werden die einzelnen Projekte, die im Kooperationsabkommen vorgesehen sind, mit Unterstützung von Ingenieuren, Architekten, Juristen, Baukontrolleuren, Buchhaltern, PR-Fachleuten und andere Support-Kräfte durchgeführt. Beliris realisiert Projekte (Bau, Renovierung oder Restaurierung) in den unterschiedlichsten Bereichen, darunter Mobilität, Kultur, Kulturerbe, sozialer Wohnungsbau, Sanierung von Stadtvierteln oder Grünanlagen.

Nachdem Sophie Wilmès bereits seit 2017 Mitglied im Kooperationsabkommen war, ist sie seit 1. Dezember 2019 Vorsitzende des Kooperationsausschusses. Dieses Organ setzt sich aus sechs Mitgliedern der Brüsseler Regionalregierung und sechs föderalen Ministern zusammen. Dabei legt es in aufeinanderfolgenden Zusatzvereinbarungen fest, welche Projekte durch das Kooperationsabkommen ganz oder teilweise mit welchen Haushaltsmitteln finanziert werden. Derzeit führt Beliris Projekte durch, die bis zur 13. Zusatzvereinbarung zum Abkommen reichen. Derzeit wird eine 14. Zusatzvereinbarung ausgearbeitet.

Jahr für Jahr werden auf föderaler Ebene Haushaltsmittel von 125 Millionen Euro für Beliris bereitgestellt, die anschließend auf die einzelnen Projekte verteilt werden.

So wurden unter anderem die folgenden Maßnahmen vollständig oder teilweise dank der Unterstützung durch Beliris durchgeführt:

  • der Straßentunnel Belliard-Schuman-Kortenberg, der das Stadtzentrum mit der E40 verbindet;
  • der Eisenbahntunnel Schuman-Josaphat, der zu den wichtigsten Teilstücken des künftigen regionalen Expressnetzes (RER bzw. REN) in Brüssel gehört;
  • der Bau einer U-Bahn-Linie zwischen dem Nordbahnhof und Bordet (im Gange);
  • die Entwicklung des regionalen Radwegnetzes RER Vélo (im Gange);
  • die Sanierung zahlreicher Parks, wie gegenwärtig des Parc du Cinquantenaire/Jubelpark;
  • die Renovierung der Werkstätten des Théâtre Royal de la Monnaie/Koninklijke Muntschouwburg sowie eines Teils vom BOZAR;
  • die umfassende Renovierung hunderter von Sozialwohnungen;
  • die Umgestaltung der Boulevards im Stadtzentrum;
  • der Bau einer hochmodernen gemeinsamen Bibliothek für die polytechnischen Fakultäten der Université Libre de Bruxelles (ULB) und der Vrije Universiteit Brussel (VUB) (im Gange);
  • die Studien zur U-Bahn-Linie für den Nordbahnhof und künftig der Großteil der von der STIB übertragenen Projektleitung für den Bau von sieben U-Bahn-Stationen zwischen dem Nordbahnhof und Bordet-Evere.

Ausführliche Informationen zu Beliris und den verschiedenen Projekten enthält die Website der Behörde unter: www.beliris.be.

www.beliris.be